Kompensationsagenturen

Eigentlich bist du Weltretter, aber deine Mama läd dich in den Urlaub nach Spanien ein? Oder du hast dieses Last minute-Schnäppchen auf fluege.de gefunden? Dann bist du hier richtig, denn der schnellste und einfachste Weg, angerichteten Schaden wieder gutzumachen, ist über sogenannte Kompensationsagenturen.

 

Kompensationsagenturen errechnen dir, wie viel CO2-Austoß du durch deinen Ausrutscher in die Konsumwelt verursacht hast und wie viel Geld nötig ist, um die Menge zu kompensieren, also auszugleichen. Meistens ist das kein Betrag, der dem Geldbeuten allzusehr weh tut. Die Kompensation geschieht, indem du mit deinem berechneten Geld Projekte unterstützt, durch die anderswo auf der Welt CO2-Austroß vermieden wird. Das kann das Verbreiten von Solarkochern auf Madagaskar sein, Windkraftanlagenbau in der Türkei, ein Ernterestkraftwerk in Indien oder was denen noch so einfällt. Bei den Projekten sollte man auf eine Zertifizierung mit dem Gold-Standard achten, um sicherzugehen, dass das Geld auch wirklich zum gedachten Zweck verwendet wird.

 

Manchmal bieten Fluglinien direkt bei der Buchung bereits die Kompensation an, allerdings oft mit nicht nachvollziehbarer Berechnung des Geldbetrags und zweifelhaften Projekten. Sicherer ist es, direkt bei Kompensationsagenturen zu spenden, damit dein Geld auch wirklich dort ankommt, wo es hin soll.

Die folgenden Agenturen führen zertifizierte und geprüfte Projekte, sind transparent und damit empfehlenswert:

Atmosfair.de

Meine persönliche Lieblingskompensationsagentur (Mit mir darf man nicht Hang-man spielen). Übersichtlich, informativ und vertrauenswürdig.

 

MyClimate.org

Auch zur Kompensation in anderen Währungen geeignet und mit schöner Projektauswahl.

 

Arktik.de

Auch unter goclimate.de bekannt.


Wann ist Kompensation sinnvoll und was ist zu beachten?

Dass Kompensation kein Freifahrtschein für beliebig viel CO2-Ausstoß ist, dürfte auch dem und der Letzten klar sein. Wenn der globale Schadstoffausstoß reduziert werden soll, darf das nicht nur über Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern passieren - da müssen allen voran die Industriestaaten einsparen. Für dich persönlich bedeutet das, dass du folgende Grundhaltung beachten solltest:

  1. wo möglich und sinnvoll CO2-Ausstoß vermeiden
  2. wenn Vermeiden nicht möglich oder unrealistisch, dann die Handlungsalternative mit dem geringsten CO2-Ausstoß wählen
  3. was dann noch anfällt kompensieren

Kompensiert werden kann grundsätzlich alles, was klimaschädliche Auswirkungen hat. Wenn du mit Urlaubsreisen anfängst und dich ansonsten an diese Triade hälst, bist du als Weltretter auf jeden Fall auf dem richtigen Weg! :-)