Reisetipps

Vorsorge und Krankenversicherung

Für meine erste Tour hatte ich zufällig noch eine gültige Reiseabbruchversicherung von meiner Karibikreise Anfang 2016.

Eine Auslandskrankenversicherung braucht man eigentlich nur, wenn man den europäischen Raum verlässt, denn dank der europäischen Krankenversicherungskarte, die man auf der Rückseite der Standard-Versichertenkarte findet, ist man bei Notfällen in fast allen europäischen Ländern gut versorgt (Liste teilnehmender Staaten siehe hier). Ich selbst nahm in Finnland ein Krankenhaus in Anspruch und musste für drei Termine (Notfallversorgung, Bluttest, Metallklammern entfernen) lediglich 30 € Verwaltungsgebühr zahlen. Top!

 

Für alle, die weiter weg wollen, empfehle ich derzeit für Nicht-Studenten die Auslandskrankenversicherung der Hanse Merkur. Da ich jetzt Student bin, muss ich mich da noch mal neu informieren... Es gibt aber genügend Informationsseiten, auf denen man sich alles über die aktuellen Tarife anlesen kann (mein Favorit: www.geh-mal-reisen.de mit vielen weiteren Infos für Weltreisende!), so dass jeder die richtige AuslandsKV für sich findet.

Bitte beachten: Fast alle Auslandkrankenversicherungen müssen VOR der Ausreise abgeschlossen werden! Sobald man zwischendrin auf die Idee kommt, muss man deutlich mehr zahlen.


Internet

Während der Tour 2016 hatte ich eine 33-Länder-SIM-Karte mit 1 GB Datenvolumen von www.internet-im-ausland.de. Im Endeffekt viel zu viel Datenvolumen, weil sich doch immer irgendwo ein offenes WLAN findet. Für die Reise 2017 habe ich mir daher keine Auslands-SIM mehr besorgt und glücklicherweise gibt es ja seit Mitte 2017 europaweites Roaming gemäß Inlandstarif ("EU-Roaming"). Wer also die EU nicht verlässt und Internet über einen bestehenden Inlandstarif bezieht, muss sich keine großen Gedanken machen. Für alle anderen ist ggf. eine Auslands-SIM empfehlenswert.


Unterkünfte

Meine unerschütterliche Empfehlung für jeden weltoffenen Reisenden ist Couchsurfing - eine Gemeinschaft von Leuten, die sich gegenseitig kostenlose Schlafplätze zur Verfügung stellen. Das kann alles sein, vom eigenen Zimmer mit King Size Bed bis zur Luftmatratze auf dem Küchenfußboden. Es geht aber auch weniger um die Schlafgelegenheit, als mehr um die Leute, die man dabei kennenlernt. Ich habe schon Freundschaften für's Leben über Couchsurfing gefunden! Zu dem großen Kritikpunkt - "Ist das nicht gefährlich???" - kann ich nur sagen: Es ist so gefährlich wie das sonstige Leben auch. Jeder ist dazu angehalten, seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten und sich die Freiheit zu nehmen, "Nein" zu sagen (sowohl als Host als auch als Surfer). Unter meinen vielen Couchsurfing-Erfahrungen habe ich nur eine grenzwertige gemacht und keine dramatische. Also lasst euch nicht abschrecken!

 

Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch der Hospitality-Club und für Fahrradreisende Warm Showers, die ich allerdings beide noch nicht selbst ausprobiert habe.

 

Wenn ich einmal nicht gesellig sein möchte und die Umstände für eine Übernachtung im Ape-Kasten nicht passen (oder wenn ich viel am Computer zu tun habe) gehe ich in Hostels. Auch hier trifft man normalerweise viele coole Leute, allerdings natürlich andere Reisende und keine Einheimischen. Zur Hostelsuche nutze ich hostelworld. Andere schwören auf booking.com, allerdings hat nach meiner Erfahrung hostelworld normalerweise die günstigeren Preise und auch dann noch Kontingente, wenn booking bereits "ausgebucht" ist.

Ich empfehle, online zu buchen, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Manche Hostels (z.B. im Baltikum) lassen dich gar nicht erst rein, wenn du an der Gegensprechanlage nicht sagst, dass du eine Reservierung hast.
  • Die "walk in"-Preise (also die beim spontanen Einchecken an der Rezeption) sind bei vielen Hostels deutlich teurer als bei der online-Buchung.
  • Du kannst danach eine Bewertung über das Hostel abgeben und damit anderen Reisenden helfen.
  • Es gibt Hostels, die gar keine Rezeption mehr haben, sondern nur noch mit online-Buchung arbeiten.

Navigation

Nachdem ich anfangs viel Geld für sperriges Kartenmaterial ausgegeben habe, nutze ich mittlerweile nur noch die App HERE WeGo, mit der ich, wenn ich mal WLAN habe, Karten herunterladen und danach offline nutzen kann. Sie braucht nicht allzu viel Speicher und arbeitet zuverlässig. Mein Vater nutzt MAPS.ME, die nach dem gleichen Prinzip und anscheinend auch sehr gut funktioniert.